Bündnis „Kreis Göppingen Nazifrei“ einigt sich einstimmig auf gemeinsame Grundsätze

Bündnis „Kreis Göppingen Nazifrei“ einigt sich einstimmig auf gemeinsame Grundsätze

Nach zwei Stunden intensiver Diskussion einigten sich über 50 anwesende Mitglieder des Bündnisses „Kreis Göppingen Nazifrei“ im Eislinger Jugendzentrum „Talx“ auf gemeinsame Grundsätze:

  1. Unser gemeinsamer Nenner der Zusammenarbeit ist der Kampf gegen Rechtsextremismus im Kreis Göppingen“
  2. Nach dem Motto „Kein Raum den Nazis im Kreis Göppingen“ sind wir aktiv.
  3. Das Bündnis ist rein friedlich aufgestellt und lehnt jegliche Form der Gewalt ab.

Weiterhin gab es am Ende der Diskussion eine einstimmige Solidaritätsbekundung mit den Mitgliedern des Bündnisses, die bereits von Nazis bedroht oder angegriffen wurden.

Das Bündnis ist eine Sammelstelle aller, die aktiv daran mitarbeiten wollen, die Verbreitung nationalsozialistischen Propagandagutes zu verhindern. Dies soll durch Mitglieder des Bündnisses nur durch verbale Aktionen sowie durch passiven Wiederstand geschehen. Lautstark auftreten, damit die Nazis ihre Meinung nicht unters Volk bringen können und passive Sitzblockaden, damit die Nazis ihre Versammlungsplätze in den Innenstädten und Fußgängerzonen nicht erreichen können – das sind die zukünftigen Mittel, mit denen das Bündnis aktiv werden will. Zusätzlich will man mit attraktiven eigenen Veranstaltungen möglichst breite Bevölkerungsschichten auf die Gefahr von rechts aufmerksam machen. „Wir wollen nicht mehr, dass die Bürger bei Demos der Rechten die Fußgängerzonen meiden, wir wollen sie mit unseren Festen und Informationsveranstaltungen in die Fußgängerzonen locken“, so der eindeutige Tenor der Versammlung.

Zwar sind Vertreter der Parteien SPD, Grüne, Linke und Piraten im Bündnis, genauso wie Vertreter der Gewerkschaften, von Verbänden und Vereinen wie AI, aber in erster Linie will man den einzelnen Bürger, das einzelne Mitglied mehr in den Vordergrund rücken, unter anderem auch, um Parteienstreitigkeiten, wie etwa zwischen Linken und Piraten, nicht in das Bündnis zu tragen. Auch will man sich so eher für die große breite bürgerliche Masse attraktiver machen, denn nur wenn alle, die nicht selber zu den Nazis gehören, gegen die rechten Umtriebe zusammenhalten, kann man deren Kreise wieder eindämmen.

Quelle: Filstalexpress